Glossar

Antwort:

"Präventivsmedizin" revolutioniert die traditionelle, etablierte Medizin und umfasst viel mehr als landläufig unter dem Begriff "Vorsorge" verstanden wird.

Sie kann in drei Stadien unterteilt werden: Primäre-, sekundäre- und tertiäre Prävention.

Im Vordergrund steht die Vermeidung, Verzögerung oder Linderung von (auch chronischen) Erkrankungen oder deren Folgen.

Prävention hat zum Ziel, Krankheiten zu verhindern, während die etablierte Medizin im Regelfall erst dann tätig wird, wenn die Krankheit schon eingetreten ist.

Die Prävention besitzt ein weites Anwendungsfeld, umschließt jedes Lebensalter und ist ein wichtiger Schlüssel, um gesund alt zu werden.



Antwort:

Prädiktiv: Absehbar,prognostizierbar, vorhersehbar...

Prädiktive Medizin ist ein Teilgebiet des größeren Gebietes der individualisierten Medizin. Dazu gehören:

  • die Absicht, Krankheitsdispositionen (Anfälligkeit für die Ausbildung von Krankheiten) noch vor dem Auftreten klinischer Syptome auf molekularbiologischer Ebene zu erkennen und aufzuklären und/oder vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen,
  • bestimmte Krankheitstypen zu identifizieren, für die unterschiedliche Verläufe molekularbiologisch bestimmbar sind (bei Brustkrebs, bei Darmkrebs, bei Adipositas),
  • genetische Faktoren in ihrer Wirkung auf Arzneimittel zu berücksichtigen,
  • das Zusammenspiel von Umwelt und Genen über epigenetische Prozesse zu entschlüsseln und für therapeutische Zwecke nutzbar zu machen,
  • das Therapie- und Nachsorgemonitoring auf der Ebene von molekularbiologischen "Markern".

Für die prädiktive Medizin gibt es verschiedene verwandte oder synonyme Begriffe wie z.B. prädiktive Risikodiagnostik, Gen-Diagnostik, genetische Test's, prädiktive genetische Diagnostik u.v.m.

Unter prädiktiver Testung versteht man die Untersuchung eines gesunden Menschen auf Anlagen, die zu Erkrankungen im weiteren Leben disponieren.


Antwort:

Die Regulationsmedizin ist ein noch recht junger Zweig der Naturheilkunde, der sich vor allem mit den bioenergetischen Störungen des menschlichen Organismus auseinander setzt.

Ziel der Regulationstherapie ist, die individuelle Lebensenergie durch Pflanzen, Kälte, Wärme oder mechanische Behandlungen wie Akupunktur oder Biofeedback zu unterstützen.

Es geht um die Anregung der körpereigenen Ordnungs- und Heilungskräfte durch Anwendung natürlicher und nebenwirkungsarmer Heilmethoden.

Schadstoffbelastungen, Genussgifte, Dauerstress, ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung können zu Fehlfunktionen unseres Organismus und damit zur Entstehung chronischer Erkrankungen führen.

Vorausgesetzt, der Patient ist bereit, sich aktiv und mit positiver Einstellung zu seinem Körper, zu seiner Psyche und zur Natur zu beteiligen, werden die körperlichen, geistigen und seelischen Selbstheilungskräfte aktiviert und die Fähigkeit zur Eigenregulation angeregt.


Antwort:

Die Genetik, griechisch 'genea', 'Abstammung', genesis, 'Ursprung' oder 'Vererbungslehre' ist ein Teilgebiet der Biologie.

Sie befasst sich mit den Gesetzmäßigkeiten und materiellen Grundlagen der Ausbildung von erblichen Merkmalen und der Weitergabe von Erbanlagen (Genen) an die nächste Generation (Vererbung).

Das Wissen, dass individuelle Merkmale über mehrere Generationen hinweg weitergegeben werden, ist relativ jung; Vorstellungen von solchen natürlichen Vererbungsprozessen prägten sich erst im 18. und frühen 19. Jahrhundert aus.

Der heute weitaus wichtigste Teilbereich der Genetik ist die Molekulargenetik, die in den 1940er Jahren begründet wurde und sich mit den molekularen Grundlagen der Vererbung befasst. Aus ihr ging die Gentechnik (Eingriff in das Erbgut) hervor, in der die Erkenntnisse der Molekulargenetik (Erbinformation u. deren Weitergabe) praktisch angewendet werden.


Antwort:

Epigenetik ist eines der zentralen Themen der Genetik in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts. Der Begriff Epigenetik umschreibt Mechanismen und Konsequenzen vererbbarer Chromosomen-Modifikationen, die nicht auf Veränderungen der DNA-Sequenz beruhen.

Die Epigenetik ist ein Fachgebiet der Biologie, welches sich mit der Frage befasst, welche Faktoren die Aktivität eines Genes und damit die Entwicklung der Zelle zeitweilig festlegen und ob bestimmte Festlegungen an die Folgegeneration vererbt werden.

Die Epigenetik bietet konzeptionell neue Ansätze für das Verständnis genetischer Regulation von Entwicklungs- und Erkrankungs-Prozessen. Epigenetische Modifikationen spielen in Pflanzen, im Tier und im Mensch eine essentielle Rolle für die Steuerung von Entwicklungsprozessen.

Grundlage sind Veränderungen an den Chromosomen, wodurch Abschnitte oder ganze Chromosomen in ihrer Aktivität beeinflusst werden. Man spricht auch von epigenetischer Veränderung bzw. epigenetischer Prägung.

Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Epigenetik


Antwort:

DNA-Sequenzierung ist die Bestimmung der Nukleotid-Abfolge in einem DNA-Molekül. Die DNA-Sequenzierung hat die biologischen Wissenschaften revolutioniert und die Ära der Genomik eingeleitet. Seit 1995 konnte durch DNA-Sequenzierung das Genom von über 1000 (Stand: 2010) verschiedenen Organismen analysiert werden. Zusammen mit anderen DNA-analytischen Verfahren wird die DNA-Sequenzierung u. a. auch zur Untersuchung genetisch bedingter Erkrankungen herangezogen.

Darüber hinaus ist die DNA-Sequenzierung als analytische Schlüsselmethode, insbesondere im Rahmen von DNA-Klonierungen (engl. molecular cloning), aus einem molekularbiologischen bzw. gentechnischen Laborbetrieb heute nicht mehr wegzudenken.


Antwort:

Als Schulmedizin wird die ärztliche Diagnose und Therapie nach wissenschaftlich anerkannten Methoden bezeichnet, wie sie an den medizinischen Hochschulen gelehrt wird. Im Gegensatz dazu steht die Alternativmedizin, die in der universitären Ausbildung eher im Hintergrund steht.

Der Ausdruck Schulmedizin leitet sich von der historisch neutralen Bezeichnung für medizinische Ausbildungsstätten (z. B. Schule von Salerno, lat. Scola Salernitana) ab. Bereits im frühen 16. Jahrhundert wurde der Ausdruck auch mit negativer Konnotation benutzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schulmedizin


Antwort:

Adaption bedeutet "Anpassung". Das entsprechende Verb lautet adaptieren.

 

In der Medizin wird mit Adaption die Fähigkeit einer Zelle, eines Gewebes, eines Organs oder eines Lebewesens bezeichnet, sich an seine Umgebungs- bzw. Umweltbedingungen anzupassen.

 

Adaption im medizinisch-biologischen Bereich

Die Adaption in der Biologie bzw. der Medizin wird auch Anpassungsfähigkeit genannt. Zahlreiche Beispiele belegen, dass lebende Systeme bzw. Organismen die Fähigkeit haben, sich perfekt auf ihre Umgebung und ihre Situation einzustellen.

 

Zum Beispiel:

 

Anpassung an Stress

 

Anpassung der Spermien an Temperaturschwankungen oder Konzentrationsänderungen des sie umgebenden Mediums.

 

Anpassung eines Lebewesens an vollkommen unterschiedliche Umweltfaktoren (Höhe, Klima, Luftfeuchtigkeit etc.)

 

Anpassung der Bevölkerung und der Ökosysteme an die Folgen der globalen Erwärmung.

 

Anpassung in der Medizin als physiologisch-psychologische Kompensationsreaktion.

 

Quelle http://www.flexikon.doccheck.com/de/Adaption


Antwort:

Als Dekompensation (von lat. decompensatio = ‚Unausgeglichenheit‘, ‚Entgleisung‘) bezeichnet man in der Medizin den Zustand eines Patienten, wenn dessen Körper die Fehlfunktion eines Organsystems nicht mehr ausgleichen, das heißt kompensieren kann, so dass die Symptome der Organstörung offen zu Tage treten.

Der Dekompensation geht die Phase der Kompensation voraus, in der schon pathologische Veränderungen bestehen, deren Auswirkungen aber unter normalen Bedingungen klinisch noch nicht in Erscheinung treten.

Umgangssprachlich und im Medizinerjargon wird Dekompensation gelegentlich auch in einem übertragenen Sinn gebraucht: „Jetzt ist er völlig dekompensiert“ kann dann auch bedeuten, dass eine Person für psychisch auffällig gehalten wird.