Genetik/Epigentik – Eine Einführung

Sowohl die Genetik als auch die Epigenetik sind Teilgebiete der Biologie und beschäftigen sich mit der Ausbildung und Weitergabe von Genen.

Die Genetik, eine relativ junge Wissenschaft, beschäftigt sich mit der Erforschung von natürlichen Vererbungsprozessen. 

Die Epigenetik ist ein noch jüngeres Forschungsgebiet. Es wird der Einfluss von äußeren Faktoren auf die Aktivität und Entwicklung der Gene untersucht. Die Epigenetik wird als Revolution in der Gesundheit angesehen, denn sie zeigt, dass unsere DNA nicht nur von unserem Erbgut beeinflusst wird, sondern auch von Ernährung, Stress und Erziehung. 

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Gene nicht starr oder schicksalsbestimmend sind. Sie können in Ihrer Funktion tatsächlich beeinflusst werden! Das geschieht durch Epigenome, die bestimmen ob und welche Informationen aus einem Gen ausgelesen werden. Ob dieser Vorgang geschieht, hängt von äußerem Einflüssen wie Gefühlen, Ernährung oder auch zwischenmenschlichen Beziehungen ab. Unser genetisches Material befindet sich ständig im Wandel. Das Epigenom kann sogar weitervererbt werden, sodass sich beispielsweise ein Trauma, das ein epigenomisches Phänomen ausgelöst hat, auch auf die nächste Generation auswirkt.    

Das bedeutet für den Einzelnen: Gesunde Ernährung, angepasste genaue Medikation, ein bestimmter Lebenswandel, Stressreduktion, Sport, Entspannung, Ausleitung, usw..können schon nach kurzer Zeit viele Gene/ Genome "an- oder ausschalten" und somit die Gesundheit nachhaltig positiv beeinflussen.

Ein bewusster Lebensstil beeinflusst unser epigentisches Bild und stellt somit nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Gene auf ein längeres und gesünderes Leben um.